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Bundes- oder Kantonsdokument? Woher Ihre Apostille kommt

Siebenundzwanzig Schalter stellen in der Schweiz Apostillen aus: sechsundzwanzig Staatskanzleien und die Bundeskanzlei. Das Dokument an den falschen zu senden kostet eine Woche. Hier die Karte.

Die Kantonsregel

Ein Dokument folgt seinem Unterzeichner: Zivilstandsurkunden zur Staatskanzlei des Ausstellungskantons, Diplome zum Kanton der Schule, notarielle Urkunden zum Kanton des Notars, Handelsregisterauszüge zum Sitzkanton der Firma, Urteile zum Kanton des Gerichts.

Die Bundes-Ausnahmen

Von Bundesämtern signierte Dokumente apostilliert die Bundeskanzlei in Bern: Strafregisterauszüge (Bundesamt für Justiz), SEM-Bestätigungen, eidgenössische Diplome, Urkunden der Bundesgerichte. Eine Staatskanzlei wird sie schlicht zurückweisen.

Die Mischfälle

Eine beglaubigte Übersetzung wird dort apostilliert, wo die Unterschrift des Übersetzers zertifiziert ist — meist der Kanton des Notars. Eine beglaubigte Kopie folgt dem Notar, der sie erstellt hat, nicht dem Ursprungsdokument. Im Zweifel: Beschreiben Sie in den Bemerkungen, was Sie haben — Weiterleitung ist genau unser Beruf.

Warum das zählt

Staatskanzleien beglaubigen nur Unterschriften, die sie hinterlegt haben. Reichen Sie ein Waadtländer Diplom in Bern ein, kommt es zurück — höflich, nach mehreren Tagen. Unser erster Handgriff bei jeder Bestellung ist diese Weiterleitung; darum ist «falscher Schalter» eine Problemkategorie, die unsere Kunden nie erleben.

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